Bauen und Immobilien

Immobilien bieten Raum zum Leben, Raum zum Arbeiten. Immobilen werden aber auch zunehmend unter energetischen Gesichtspunkten betrachtet. Die PROJEKTKANZLEI berät umfassend und kompetent zu allen Fragen des Bau- und Immobilienrechts. Ein besonderer Beratungsschwerpunkt bilden dabei die Schnittmengen mit dem Energierecht.

Immobilien in der Praxis

Ganz gleich, ob es um die Errichtung, um den Erwerb oder um die Sanierung einer Immobilie geht: Ein Immobilienprojekt entfaltet immer einen ganz besonderen Zauber. Vor allem der Bau des eigenen Wohnhauses ist ein Projekt, das man in der Regel nur ein einziges Mal im Leben angeht. Das will gut überlegt, geplant und rechtlich abgesichert sein.

Denn selten läuft dabei alles nach Plan. Jedes Immobilienprojekt ist mit einer Vielzahl von Risiken behaftet, die es zu beachten gilt. Das fängt an bei der Auswahl des Grundstücks, der Vertragspartner und der Finanzierung. Erste Probleme und Unstimmigkeiten zwischen den Beteiligten zeigen sich häufig bereits in der Bauphase. Aber auch lange nach Bauabnahme können sich noch gravierende Baumängel zeigen, die Fragen nach Garantie und Haftung des Bauunternehmers aufwerfen.

Dabei kommen den energetische Anforderungen und der technische Gebäudeausrüstung (TGA) immer größere Bedeutung zu. Gebäude lassen sich heutzutage auf sehr verschieden Arten mit Strom, Wärme und Kälte versorgen. Die Erschließung des Grundstücks und die Versorgung der Gebäude mit verschiedenen Medien (insbesondere Strom, Gas, Wasser, Telekommunikation) will daher frühzeitig bedacht sein. Neben der Herstellung der Anschlussleitungen ist auch der Standorte von Verteilungsanlagen (Stromtrafo, Zählerschränke und ähnliches) in der Praxis ein Thema. Denn Straßenausbaubeiträge und spätere Änderungen an den Versorgungsleitungen und Verteilungsanlagen sind meist sehr kostspielig.

Komplex sind Bau- und Immobilienvorhaben häufig aber auch deshalb, weil eine Vielzahl unterschiedlicher Akteure involviert ist:

  • Der Bauträger muss nicht zugleich auch der Bauunternehmer sein;
  • der Bauunternehmer will nicht für Planungsfehler des Architekten oder für fehlerhafte Bauprodukte haften;
  • der Bauunternehmer kann verschiedene Unterauftragnehmer einschalten;
  • die Hausanschlüsse werden in der Regel von den Versorgungsunternehmen hergestellt;
  • und nach Fertigstellung ist der Nutzer der Immobilien oft ein anderer als der Eigentümer.

Sind die Schnittstellen und Verantwortungsbereiche nicht klar bestimmt, ist Streit vorprogrammiert.

Bau- und Immobilienrecht in der
anwaltlichen Beratung

Beim Baurecht sind das öffentliche und das private Baurecht zu unterscheiden. Im privaten Baurecht geht es vor allem um die Rechtsverhältnisse zwischen Bauherren, Bauunternehmer und Architekten. Juristische Hilfe kann insbesondere erforderlich werden,

  • bei Abschluss eines Grundstückskaufvertrages oder eines Bauvertrages,
  • im Zusammenhang mit der Bauabnahme,
  • bei den Honorar- und Kostenforderungen des Bauträgers oder des Architekten und
  • bei später auftretenden Baumängeln, wie etwa defekte Heizungsanlagen oder Wärmepumpen.

Viele Fragen lassen sich am besten schon vor Vertragsabschluss klären. Daher sollten die rechtlichen Risiken und Schnittstellen möglichst frühzeitig beleuchtet werden. Treten während des Hausbaus Unstimmigkeiten oder möglicherweise schon erste Baumängel auf, empfiehlt sich zum einen eine möglichst frühe Beweissicherung. Aber genau so gilt es, das klärende Gespräch mit allen Beteiligten zu suchen, mit dem Ziel, den Baufortschritt so wenig wie möglich zu behindern. Denn jede Verzögerung beim Bau kostet Geld. Daher sind pragmatische, schnelle Lösungen gefragt. Der Gang zum Gericht sollte in der Bauphase nur allerletztes Mittel bleiben.

Im öffentlichen Baurecht geht es dagegen in erster Linie um Fragen der Baugenehmigung. Dabei kann grundsätzlich unterschieden werden zwischen dem Bauplanungsrecht und dem Bauordnungsrecht. Beide Bereiche sind Teil des Verwaltungsrechts. Vereinfacht gesagt, bestimmt das Bauplanungsrecht, was in welchen Gebieten gebaut werden darf. Hierbei sind etwa die Festlegungen des Bebauungsplans zu prüfen. Das Bauordnungsrecht regelt dagegen, wie gebaut werden muss, damit von dem Gebäude keine Gefahr ausgeht. Auch der Denkmalschutz kann dabei eine Rolle spielen.

Darüber hinaus kommen in der Praxis auch Anschlussgebühren, Straßenausbaubeiträge und sonstige Kommunalabgaben, die an die Immobilie anknüpfen, eine große Bedeutung zu. Denn diese Kosten betreffen nicht nur den Neubau, sondern auch Bestandsimmobilien. Hier empfiehlt sich eine genaue Prüfung, ob die zusätzlichen Kosten tatsächlich rechtmäßig sind und korrekt berechnet wurden.

Neben den baurechtlichen Fragen sind häufig auch immobilienrechtliche Fragen zu klären. Das Immobilienrecht ist kein in sich geschlossenes Rechtsgebiet. Es setzt sich vielmehr aus unterschiedlichen Rechtsgebieten zusammen, wie etwa dem Grundstücksrecht und dem Wohneigentumsrecht. Ebenso kann das Mietrecht zum Immobilienrecht gezählt werden. Mietrechtliche Fragen können etwa dann auftreten, wenn Mängel am Bau die Nutzbarkeit der Immobilie beeinträchtigen. Ebenso können spätere Änderungen der Versorgungsanlagen mietrechtliche Folgen haben.

Verwandte Themen

Bauwerkintegrierte Photovoltaik BIPV (mit Titel) Photovoltaik-Anlagen (mit Titel) Stromspeicher Energierecht KWK-Anlagen Energierecht (mit Titel)

Hausbau Bauen und Immobilien

Sie suchen einen Anwalt fürs Bau- und Immobilienrecht? Sie haben eine konkrete Frage? – Sprechen Sie uns an oder schildern Sie uns Ihren Fall einfach online – unverbindlich, vertraulich und bequem.

Mandant werden